Bodenseeregion

Bodenseeregion

Der Bodensee, im Dreiländereck Deutschland – Schweiz – Österreich gelegen, ist ein Relikt aus der Würm-Vergletscherung der Alpen. Der vorstoßende Rheingletscher formte dabei das heutige Bodensee – Zungenbecken in dem jetzt der Bodensee liegt. Die nahen Alpen sind ein relativ junges Deckengebirge aus der alpidischen Gebirgsbildung und gleichzeitig das höchste Gebirge Europas. Durch die klimatisch begünstigte Lage wird der Bodensee auch das “italienische Ende Deutschlands” bezeichnet – eine Region, mit dem Flair & Charme des Südens. Keine andere Region verbindet Wasser und Berge, Schnee und Südsee mehr als die Bodenseeregion. Das Klima ist kontinental geprägt: Die Temperaturunterschiede zwischen Winter und Sommer sind besonders groß.


Winter in der Bodenseeregion

Die Winter unmittelbar am Bodensee sind kälter als im NRW-Tiefland. Relativ zum Umland gesehen sind sie durch den Wärmespeicher Wasser aber recht mild mit vergleichsweise wenigen Frosttagen. In den Hochlagen der nahen Umgebung, besonders vom Schwarzwald über das Allgäu bis in die nördlichen Alpen, sind die Winter lange, hart und schneereich. Die Schneehöhe nimmt vom Bodensee mit der Höhenlage rasch zu. Hinzu kommen mit Annäherung an die Alpen deutlich erhöhte Niederschlagsmengen. Winterliche Starkschneefälle bringen häufig VB-Tiefs sowie NW- und N-Staulagen im Alpenumfeld. Schneehöhen über 50 cm sind keine Seltenheit. Nachts sind in Hochtälern über Schnee Fröste unter – 30 Grad möglich. Häufig kommt es auch zu Inversionswetterlagen in der Bodenseeregion. Dann liegt der See im tristen Dauergrau, während es in den Hochlagen ab 800 bis 1500 Meter meistens ideale Fernsicht und einen strahlend blauen Himmel über den verschneiten Berggipfeln gibt. Durch die Distanz zum Atlantik kommt es am Bodensee deutlich seltener zu Sturm- oder Orkanereignissen als in NRW. Häufigste Sturmlagen sind sommerliche Schwergewitter oder der bekannte warme und trockene Föhnsturm bzw. Orkan im Sommer sowie im Winter. Winterliche kleine Tiefdruckschnellläufer mit besonders südlicher Zugbahn, können aber auch in der Bodenseeregion zu schweren Stürmen führen.


Sommer in der Bodenseeregion

Die Sommer in der Bodenseeregion sind sehr warm bis heiß, weil die Wärme aus dem Mittelmeer den Bodensee schnell erreichen kann. Hinzu kommen ein geringerer atlantischer Einfluss und eine höhere Sonnenscheindauer als in NRW. Kommt es jedoch zu NW- oder N-Lagen, kann es durch den Staueffekt der Alpen bei empfindlich kühlen Sommertemperaturen auch längere Zeit regnen. Die Wetterwechsel können generell sehr rasch erfolgen. Nach Hitze und 35 Grad kann es am nächsten Tag Dauerregen und nur noch 10 Grad geben. Wetterwechsel sind im Sommer oft mit heftigen Gewittern verbunden, welche Sturm- und Orkanböen sowie starken Wellengang bringen können. Typische Gewitterlagen sind konvektive Gewitter über den nahen Alpen oder dem Voralpenland. Nicht selten kommt es dabei zu Hagelschlag der in Extremfällen ganze Landstriche entlaubt. Die Gewitter sind generell extremer als in NRW. Bei Kaltlufteinbrüchen kann es schon im September auf 1000 Meter oder tiefer herab zum ersten Schnee kommen.